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Coachings

Um auf all Ihre vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten zugreifen zu können, benötigen Sie Selbst-Vertrauen, eine innere Distanz zu alten, emotionalen Verletzungen sowie die innere Bereitschaft und den Willen, sich weiter zu entwickeln und neu zu orientieren. Klienten nutzen unsere Unterstützung…

  • im Bereich des Sports mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit zu optimieren
  • in der Schule, um Lernstörungen aufzuheben
  • in der Führungskräfteentwicklung, um die Flexibilität von Führungskräften zu fördern und deren Handlungsspielräume zu erweitern
  • im Verkaufstraining, um Erfolgsblockaden der Verkäufer zu überwinden
  • im Umgang mit Reklamationen von Kunden, um in Konfliktsituationen die kundenorientierte Kommunikation aufrecht zu erhalten
  • bei Rede-, Auftritts-, Flug- und Prüfungsängsten
  • im privaten Bereich, um emotionale Belastungen wirksam und nachhaltig zu lösen.


Was Mäxchen nicht lernt – lernt Max! - Beispiel aus der Praxis:

neuewegeMax hat eine Schwester. Sie ist etwa zwei Jahre älter als er und sie war es, die mich in einem Training zum Thema Kundenbegeisterung und Reklamationsverhalten kennen gelernt hat. Offensichtlich konnte sie sehr davon profitieren und so empfahl sie mich als Coach an ihren Bruder. Als Max um einen Termin für ein Einzel-Coaching bat, wirkte er müde und schwach. Er meinte, dass er überaus dankbar für die Zeit sein würde, die ICH ihm widmen könnte. Als ICH ihm erwiderte, dass ICH es mutig und beachtlich fände, dass er an sich arbeiten wolle, wurde er sehr verlegen und wischte meine Anerkennung mit den Worten weg ICH muss ja etwas tun".

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Dass Max allerdings erst 28 Jahre alt war, sah man ihm tatsächlich nicht an: Er wirkte weitaus älter als seine Schwester. – In vollster Überzeugung berichtete er, sehr resignativ, davon, wie er das Leben sieht und wie sich die Welt für ihn darstellt: „Es wird einem nichts geschenkt und man muss sich immer durchbeißen, um etwas zu erreichen. Und ein Dankeschön hört man nur selten von den Menschen, für die man sich eingesetzt hat. Es ist ja alles so selbstverständlich. Und wenn man – wie ICH – im Leben vom Pech verfolgt ist, dann muss man sich eben damit abfinden. Dass auch meine Partnerschaften nur kurz halten, liegt vermutlich daran, dass andere Männer eben mehr bieten können. Es gibt halt Männer mit besseren Jobs und besserem Aussehen. Die Unattraktiven mit den tollen Frauen haben sicher einen ganz tollen ‚Schmäh', den nicht jedermann besitzt. Und meine KundInnen kaufen auch nur deswegen bei mir ein, weil wir billigere Preise haben als die anderen."

Oberflächlich betrachtet würde man diese Aussagen und Einstellungen einem Pessimisten zuordnen. Damit wäre die Sache also ‚geklärt' und der Mensch in einer Schublade ‚eingeordnet'. Wenn ICH jedoch die sachlichen und belastenden Themen herausfiltere und mich auf das Wort ICH konzentriere, höre ICH eine massive Selbstallergie. So übersetzt lautet der Text, über den man die Überschrift „ICH bin ein Versager!" setzten könnte: „ICH bekomme nichts geschenkt, ICH habe nicht erfahren, dass ICH wertvoll genug bin, damit man mir eine Freude macht. Lob höre ICH ja ohnehin nur sehr selten, schon als Kind haben mich meine Eltern nicht gelobt. ICH habe mich zwar immer bemüht, doch was ICH auch getan habe, war für andere selbstverständlich. ICH musste für mich lernen, dass mein Scheitern eben Pech war, damit ICH nicht komplett verzweifelte. ICH sehne mich nach Vertrauen in einer Beziehung, nach Vergewisserung und nach der Akzeptanz meiner selbst. Außerdem traut mir mein Chef nicht zu, meine Kundinnen und Kunden begeistern zu können und dafür auch bessere Preise zu verlangen."

Damit sieht mein Auftrag für Max folgendermaßen aus: Es geht in erster Linie darum, seine massiven Selbstabwertungen, die Allergie gegen sich selbst, zunächst zu reduzieren, um sie dann letztlich lösen zu können. Diese Selbstallergie stand nämlich seinem großen Wunsch entgegen, sich zu lieben! Als ICH Max mit diesem Gedanken konfrontierte, meinte er erstaunt, dass ICH ‚den Nagel auf den Kopf getroffen' hätte, denn er konnte sich nicht erinnern, dass er sich jemals selbst akzeptiert oder geliebt hätte. Am liebsten wäre er jemand anderes gewesen.

Nun können Sie sich sicher vorstellen, welche Auswirkungen eine solche Haltung zu sich selbst haben kann: Antriebslosigkeit, Depression, das Gefühl der Leere und die ‚Frage nach dem Sinn', ein mangelhaftes Selbstwertgefühl und das Bewusstsein, der ständige ‚Verlierer' zu sein. Die Folgen dieser Gedanken und Gefühle sind ebenso ungünstig: Misserfolge, ein oberflächliches Leben und daher nur wenige richtige FreundInnen, keine oder kaum persönliche Weiterentwicklung, da für Erfolge oder Niederlagen vermeintlich lediglich Glück oder Pech die Verantwortung tragen. Daraus folgt letztlich der Absturz in eine Versagerrolle, weil auch kleine eigene Erfolge nicht mehr als solche wahrgenommen werden.

Was konnte ICH nun für Max tun, damit er sich wieder selbst annehmen und aus seinem Teufelskreis heraustreten konnte? – Der Ansatz, ihn mit logischen Schlussfolgerungen von seiner Selbstallergie abzubringen, war nicht sehr viel versprechend. Denn wie oft hatte er sich selbst gesagt „Wenn ICH doch nur anders wäre!" Daher war es wahrscheinlich, dass er – wie sooft in seinem Leben – nur einen halbherzigen Änderungsversuch unternehmen und dann scheitern würde. Und dies hätte ihn wiederum nur in seiner impliziten negativen Lebensauffassung bestärkt, die man in dem Satz „ICH hab es ja vorher schon gewusst, dass ICH es nicht schaffen würde." zusammenfassen könnte.

In seinem Fall war es somit sinnvoller, die Arbeit mit seinem ‚emotionalen Gehirn' aufzunehmen. Dies ist der Bereich, der die schmerzlichen Enttäuschungen und unausgesprochenen Sehnsüchte und Ängste gespeichert hat, die nicht positiv verarbeitet werden konnten und so zu seiner Selbstallergie geführt haben.

Nachdem Max etwas über das Thema Selbstallergie erfahren hatte, bekam er ein Gefühl dafür, dass mangelnde Anerkennung und die fehlende Erfahrung, in seiner Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit wertgeschätzt zu werden, die Anfänge seines Teufelskreises waren. Auf meine Frage „Wann hat dir jemand gesagt, dass er dich liebt, SO WIE DU BIST?" hat dieser Mann tatsächlich zu weinen begonnen: Es waren Tränen, die schon Jahrzehnte in seinem Körper steckten und die sich nun endlich Bahn brachen. Während seine Tränen in einem immer stärker werdenden Fluss seine Wangen überströmten, fragte ICH ihn, was er sich jetzt wünschen würde. „ICH würde gerne festgehalten werden..." war seine leise, schluchzende Antwort. Also hielt ICH ihn fest – und dieser große Mann drückte mich, vergrub sein Gesicht in meiner Schulter und weinte hemmungslos. Nach einer Weile sagte ICH ihm ganz mütterlich, dass ICH es sehr mutig und stark fände, dass er sich entschlossen habe, jetzt etwas für sich tun zu wollen.

Bei diesen Worten entspannte sich Max. Er lockerte seine Umarmung und richtete sich wieder auf. Zum ersten Mal sah ICH ein Lächeln in seinem Gesicht. ICH wusste nun, dass er aus dieser ‚Versager-Spirale' austreten wollte – und tatsächlich bat er mich hierzu um meine Unterstützung.

Dies war aber keine zufällige Entwicklung, sondern stellte bereits einen Erfolg des Coachings dar: Wenn wir jemanden wie Max, der durch unerfüllte Beziehungserfahrungen ‚krank' geworden ist, unterstützen wollen, müssen wir ihm nämlich zunächst neue, ‚heilsame' Beziehungserfahrungen spürbar und erlebbar anbieten: Wir als BeraterInnen sind so ein Modell dafür, dass ‚es auch anders geht'.

In weiterer Folge arbeiteten wir an seiner Angst, ständiger Verlierer zu sein. Während er an diese Angst dachte und sie aussprach, entkoppelten wir die unangenehmen Gefühle und die damit verbundene Körperanspannung. Bereits nach der ersten Coaching-Einheit betonte Max, dass er sich „angenehm frei und leicht" fühle. Und so behandelten wir immer neue Aspekte seiner früheren Verletzungen auf diese und auf ähnliche Weise, bis er sich von den negativen Erfahrungen distanzieren konnte. In allen folgenden Coaching-Sitzungen konnte Max von neuen, positiven Erfahrungen berichten: Er spürte, wie er schlagartig selbstbewusster wurde und wie seine Umgebung begann, ihn respektvoller zu behandeln, was wiederum sein Selbstwertgefühl ansteigen ließ. In einer der Sitzungen berichtete er sogar von einem netten Flirt mit einer Kundin...

Es war auch für mich ein schönes Gefühl, Max dabei zu beobachten, mit welcher Freude und Begeisterung er lernte, die Bedürfnisse seines ICHs zu verstehen und, von alten, schmerzlichen Verletzungen losgelöst, zu zeigen, wie er lernte, ICH zu sein. Zuletzt hatte ICH im August 2007 Kontakt zu ihm. Er rief mich an und wollte nur bestätigen, dass es ihm gut gehe. Er hatte einen neuen Arbeitgeber, ein verantwortungsvolleres Aufgabengebiet und ein besseres Gehalt. Seine Wohnung hatte er neu gestaltet und dabei selbstverständlich auch die Wünsche seiner neuen Lebenspartnerin mit berücksichtigt. Und mit einigen Menschen, mit denen er früher nur sehr oberflächlich kommuniziert hatte, entwickelten sich tiefe Freundschaften.

Leseprobe aus unserem Buch „Neue Wege zum ICH"

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